Sounds Of Äthiopien | Severin Kantereit von AnnenMayKantereit


. * Trommeln und afrikanische Gesänge * * Gitarrenmusik * wenn der Track scheiße wird,
können wir sagen ja, stimmt. Ja. – Ja, ich bin der jetzt dabei! Ich finde das sehr schön. * Soundeffekte * Eine neue
“Sounds-of-Folge” mit Severin. Severin ist
in meinen Augen Produzent. Okay. Du bist jetzt ja auch
in einer Produzenten-Serie. Nebenbei auch noch Drummer. Ein kleines Hobby. # Ist egal, wo du gerade bist. # Es tut mir leid, Pocahontas. # Ich hoffe, du weißt das. Herzlichen Glückwunsch,
die 1-Live-Krone vorgestern gewonnen. Ja, danke. Zum ersten Mal. Nein. – Doch,
wir waren sechs Jahre in Folge da. Immer wieder nominiert, nie gewonnen. Ich bin vorgestern gefühlt aus Äthiopien und Tansania
wiedergekommen. Deshalb war das extremer, von da,
zack, in dieses Kasperletheater. Ich stand da und dachte, wow. Das war krass. Und jetzt sitze ich hier,
kaum geschlafen. Severin ist gestern nachgekommen. Hat jetzt ein paar Stündchen
geschlafen. Ich bin geblitzt worden,
direkt bei dir im Dorf. Da habe ich mal meinen Lappen
zwei Monate abgeben müssen. Ich hoffe, ich war nicht zu schnell.
– Da ist 50. Mein Tacho ist kaputt,
deshalb weiß ich das nicht. Alles an der Kiste ist kaputt. Deshalb gestern noch Breakdown
gestern mit dem Auto. Die ganze Band geht irgendwo surfen,
wohnt im Auto, niemand ist dabei, der sagt,
ich bin im Ritz untergebracht. Und wir knallen uns
da Champagne für drei Wochen. Ich hab bis vor einem Jahr
mit Henning noch in der WG gewohnt. Mit unseren alten Schulfreunden,
das war jetzt unser Upgrade. Dass ich gesagt habe,
langsam reicht es. Wenigstens einen eigenen Bus. Das bin nicht ich, das ist Malte,
der lebt jetzt in seinem Bus. Hat keine Wohnung mehr.
– Jetzt soll es um dich gehen. Du warst in Äthiopien und
hast ein paar Sounds eingesammelt. * Kinderstimmen
und Peitschenknallen * * Metallisches Klappern * * Trommelschläge * * Rascheln * Ich bin gerade
mit einer Projektreise unterwegs. Was heißt, wir fahren
eigentlich von Ort zu Ort. Besuchen schöne Projekte.
Heute waren wir an einer Schule. Gestern und heute noch.
Mit 400 Kids, die da rumrennen. Ich habe mit den Musik gemacht. Oder Wasser-Projekte
haben wir besucht. * Motorenlärm * * Metallisches Klirren * Ich habe von diesem hier
ein paar Sounds aufgenommen. Um mal zu hören, wie der so klingt. Und dann was draus zu basteln. Was vielleicht
im Endeffekt hoffentlich Musik ist. Gestern waren wir auf einer Party
auf der Schule eingeladen. Weil für den Tag über da waren. Am Anfang war super komische
Stimmung. Man saß sich so gegenüber. Dann hat man
ein bisschen Austausch gemacht. Die Unterhaltung war schwierig. Weil es Sprachen gibt, die beide
Seiten nicht richtig verstehen. Dann wurde angefangen,
Musik zu machen. Zu tanzen. Das fand ich so krass.
Dass das eine Ebene war. Und dass das eine Sprache war,
die alle verstanden haben. Und alle immer zusammen
getanzt haben. Das ist was, was mir auffällt,
was überall gleich ist. Dass sich Musik Sprachbarrieren,
Kulturbarrieren überwunden werden. Dann kam der irgendwann
mit gelben Benzinkanistern. Und hat daraus das Bier abgefüllt. Ich war mega verklatscht.
Das sieht man auch. Sehr heiß. Weil es morgens um 5.30 Uhr war.
Wir sind um 4.00 Uhr Bett gegangen. Es ist 6.00 Uhr morgens. Wir haben in dieser Hütte da gepennt. Die Jungs haben einfach
meine Musik jetzt angemacht. Was nicht schlecht ist, weil wir hier
noch ein paar Sounds sammeln wollten. Gucken, was hier so um 6.00 Uhr
morgens los ist. Hoffentlich sehen
wir den Sonnenaufgang. Das klingt schon geil. * Metallischer Schlag * * Lautes Vögelzwitschern
im Hintergrund * Ich weiß nicht, was oben steht.
Doch. Primary School. 1978. Um 6.00 Uhr morgens. Ohne sich mal Wasser
ins Gesicht machen zu können. Denn das ist hier relativ knapp. Das sieht so aus. Da muss man sich Wasser holen. Man ist an dieser Schule
und geht um die Ecke. Dann ist da
auf einmal ein krasses Panorama. Wow. Alter. Was ist denn hier los? Wenn ich in ein anderes Land komme, dann sind es bei vielen die Gerüche,
die irgendwie neu sind. Oder die visuellen Eindrücke. Aber bei mir ist das der Sound. Wenn man ganz woanders abends
im Bett liegt, alles ist ungewohnt. Ob das die Autos sind,
die anders klingen. Wenn man in der Stadt ist. Die Leute,
die eine andere Sprache haben. Aber auch hier,
wenn man jetzt mal hört. * Vogelzwitschern * Das sind andere Tiere, andere Sounds. In Deutschland
sind es immer die gleichen Tauben. Dieser Input, den man hier bekommt,
wird sich auf uns als Band auswirken. Wir sind gerade alle
woanders unterwegs. Es war für uns auch mal ein Punkt, dass wir nach dem
letzten Festival-Sommer gesagt haben, wir machen mal eine Pause
bis nächstes Jahr Februar. Was für uns echt
eine lange Pause ist. So eine lange Pause
hatten wir noch nie. Seitdem wir angefangen haben,
miteinander Musik zu machen. Wir haben alle gemerkt,
das tut jetzt auch mal sehr gut. Dass jeder mal kurz
seinen Interessen nachgeht. Das war für uns alle:
Raus und reisen. Ach, guten Morgen. Wir befinden uns
hier im wunderschönen Äthiopien. Herzlich willkommen zu einer neuen
Ausgabe von “Tiere und Äthiopien”. Wunderschön hier. Wir warten hier mal 18 Stunden,
bis ein Elefant vorbei läuft. * Vogelzwitschern
und andere Tiergeräusche * Die gucken echt, was machen die hier? Denken, verrückt. Der geht in so einen Mini-Wald
und haut gegen die Baustämme. * Vogelzwitschern * Da gibt es eine Taube,
die macht die ganze Zeit… * Er macht das
rhythmische Geräusch nach. * Hier gibt es so viele Sounds
zu sammeln, das ist unfassbar. Das überfordert mich
manchmal auch ein bisschen. Man kommt gar nicht hinterher,
sich die Kopfhörer reinzutun. Auf Aufnahme zu drücken,
die Kamera einzuschalten. Aber den größten Teil
haben wir jetzt. Oder? Da kommt wieder ein Vogel. * Er ruft mit Vogelschrei zurück. * Kommt keine Antwort. Wollen wir mal reingucken,
was du so hast? – Klar. Na klar. Ich hab hier mal was vorbereitet. * Beide summen. * Das ist wieder ein Sound-Pack,
was ihr euch runterladen können. Auf der Kliemannsland-Seite. Sounds von Severin. Es steht zur freien Verfügung. Würde uns sehr freuen,
wenn ihr daraus etwas bastelt. Und uns Songs schickt dazu. Gehen wir mal erst mal
hier zu den Drums. Magst du das,
ein Beat am Raster machen. Ich muss immer irgendwie
etwas so machen. Manchmal kann ich
auch Beats reinzeichnen. Ich kann nicht so gut im Mini-Raster,
was ich im Kopf habe, das umsetzen. Ich bin zehnmal schneller,
wenn ich das selbst spiele. * Spielt Rhythmus mit den Sounds. * Ja, okay. Wie fängst du so etwas an? Du hast ein Schlachtfeld an Sounds. Ich habe ein Schlachtfeld an Sounds.
Jetzt muss man sich da durchklicken. Erstmal überlegen,
wo will man damit hin? Wenn du etwas Tonales hättest. Das wäre jetzt
mein “nächstes Punkt” gewesen. Ich habe auf der erwähnten Schulparty ein bisschen
mit dem Handy einfach aufgenommen. So etwas finde
ich ganz geil als Startpunkt. Dass man etwas samplemäßig hat. * Rhythmus-Geräusche * Die man irgendwie looped. Und guckt, was man
dafür einen Grund-Vibe schafft. Um darauf aufbauend Instrumente
drauf zu legen. Ja, finde ich gut. Lass uns damit anfangen. Ich habe noch eine andere.
Es war mittags in der Schule. Da hat die Schulklasse eigentlich
das gleiche Lied gesungen. Das sind auch geile Sachen dabei,
wenn eine ganze Schulklasse singt. * Schüler singen,
Rhythmus liegt drunter. * Ich habe die sehr kurz gestückelt. Hier gehe ich immer
auf diese Slice-Funktion. Man kann einstellen,
wie viel davon gezeigt wird. * Sounds
der Gesänge der Schulklasse * Der ist geil.
– Mega. Man sieht, es ist immer das Gleiche. Wild herumklicken,
bis irgendwas gut klingt. Das ist wirklich so. Gerade bei sowas muss man.
– Ja, Mann. Da sind wir sehr ähnlich. Dass wir beide nicht so krass
alle Instrumente spielen können. Du kannst schon ganz schön viele.
Du spielst doch sehr gut Gitarre. Du hast doch “Fünf Minuten” oder so.
Kommt das Gitarre-Ding nicht von dir. # Ich glaub,
ich hab vor fünf Minuten. # Aufgehört, dich zu lieben. # Dann hab ich’s aufgeschrieben. # Und mittlerweile sind es sieben. Ein Geniestreich, mein Lieber.
– Danke. * Afrikanische Gesänge mit Rhythmus * Dieses Trommeln gibt
irgendwie schon den Rhythmus vor. Ich finde die Stimmen geil. Aber der Beat
ist schon sehr prägnant jetzt. Dann gucken wir, dass der Beat
jetzt nicht ganz so prägnant ist. Da kann man anfangen
mit ein bisschen Rumgecuen. Generell ein bisschen zu laut. * Afrikanische Gesänge und Rhythmus * Jetzt habe ich
nicht mehr ganz so viel. Komplett weg kriegt
man das jetzt nicht, glaube ich. Was du jetzt gemacht hast,
untenrum alles abgeschnitten. Den Frequenzbereich
zwischen 500 und 10.000 Hertz hast du übrig gelassen. Die Drums im tiefen Bereich,
die Claps und Kicks viel stärker, die sind jetzt quasi weg. So kann
man das ein bisschen isolieren. Komplett kriegt man
den Rhythmus jetzt nicht raus. Aber das ist auch ganz cool,
wenn das die Grundlage ist. Ich bin gespannt, wie du
da gleich ein Beat zu baust. Bin ich auch gespannt.
* Laute afrikanische Musik * Ein bisschen leiser. Das Ding haste immer mit? – Was? (Überlaut:) Was? Apollo, über das Interface. Das haben viele Leute gefragt. Du arbeitest auch mit Ableton. Ich habe auch mit Ableton
zu Schulzeiten, bevor ich Band gemacht habe, habe ich viel
auch elektronischen Kram gemacht. Live Gespielt
mit elektronischer Musik. Deshalb habe ich
das in der Schule mir rein gezimmert. Anstatt irgendwelche Baller-Spiele
habe ich mit Ableton gespielt. Chrissi macht halt Logic.
Und das ist kacke. Ich Logic nicht so. Aber es ist immer
das, was du benutzt hast. Ich finde es auch rein
ästhetisch nicht so schön. Das ist schön hier?
Das sieht aus wie eine DDR-Mauer. Das stimmt. * Harte doppelte Beats
und afrikanische Gesänge * * Dazu Vogelgesang * Das war geil,
dahinter eine Wäscheleine. Und dann das Geräusch
von der Wäscheleine und die Vögel. Jetzt sind wir hier im Dorf. Aber es ist cool, hier rumzulaufen.
Und irgendwie aufzunehmen. Das klingt geil. * Vibration der Wäscheleine
und Vogelzwitschern * Das klang irgendwie ganz geil. Mal reingucken, was war das? * reibendes Geräusch * Das ist so,
als wenn du über Klamotten reibst. Das war tatsächlich
ein Haufen Scheiße. * Stampfen *
Hier. Da ist es. Das quietscht. So klingt Scheiße. Wenn der Track
scheiße wird, kann man sagen, ja, stimmt, ist auch Scheiße drin. * Afrikanische Gesänge,
Beats und Sound-Effekte * Das ist voll das Set, auf jeden Fall. Richtig gut. Snacks finde ich immer ziemlich geil. Ich habe dir endlich Erdnüsse
mitgebracht aus Äthiopien. Habe ich vergessen. In meinem Rucksack sind die
aufgegangen, der Rucksack war voll. Ich habe die zu Hause hingestellt
und dort vergessen. Super,
ist deinem Koffer noch Essen drin. Das sind noch ein paar Sachen drin. Dieser Koffer hat sich entwickelt. Das ist ein Instrument,
was ich live auf der Bühne spiele. Weil wir diese Sessions machen. Da habe ich kein Schlagzeug dabei. Ich habe immer angefangen, einen
Koffer als Base-Drum zu nehmen. Habe mir so ein Mini-Set gebaut. Was auch relativ
viel auf dem Album gelandet ist. Bei
“Weiße Wand” spiele ich dieses Ding. # Ich bin allein mit der weißen Wand. # Und meinem scheiß Verstand. Live spiele ich das auch. Das ist geil,
dann haben wir das mikrofoniert. Halt so ein Mini-Schlagzeug. Ich habe dir auch noch
ein paar Sachen mitgebracht. Coole Instrumente,
alles aus Äthiopien. * Rascheln von Kugeln * Dieses Ding fand ich geil,
das kennt man. Das ist das Ding,
was ich bei Weiße Wand. * Klingel-Geräusch * Die spiele ich auch live. * Metallisch klingendes Schlagzeug * Und du hast deinen Koffer
voll für die Kicks. – Richtig. * Schlagzeug-Rhythmus * Der Sound ist doch gut. – Ja, voll. Du hast coole Sachen hier drin.
– Geil. Danke. Du musst mal zu uns
in den Probenraum kommen. Da ist ein Instrumenten-Museum.
– Voll viel Zeug. Chrissi sammelt auch gerne Gitarren. Und du aber auch,
das ist alles dein Zeug. Das ist auch meine Gitarre. Den
müssen wir gleich auch anschmeißen. Diesen schönen Bass,
das ist ein Höfner. Short-Scale, der ist sehr kurz. Der klingt dadurch sehr trocken. Ich habe den gekauft,
dann fand Malte den so geil. Eigentlich wurde das gesamte Album
mit diesem Bass eingespielt. Der spielt den live auch immer.
Der leiht sich den von mir aus. Und das hier, ein alter Strang?
– Das ist echt eine Schlange. Die rote Schlange. Habe ich mir in Äthiopien
selber bezogen. Ich bin morgens barfuß
durch die Gegend gelaufen. Und habe mir meinen Bass neu bezogen. 15 Schlangen,
die müssen auch eine Farbe haben. Ich brauche eine Rote. Bringt mir die Rote,
ich will keine Grüne. Ich bin dafür, dass du
vielleicht dieses Ding einspielst. Ich habe einen Stick gefunden, um
dieses Instrument perfekt zu spielen. Perfekt für kleine Menschen. * Helle Geräusche
von einem Zupfinstrument * Wir sind leider
zu groß für dieses Instrument. Das klingt jetzt sehr asiatisch. * Afrikanische Gesänge und
die bisher gesammelten Geräusche * So, Le Bass? Ich kann auch Spanisch ganz gut. Ja. Weil ihr da so lange wart. Haste es da gelernt? Wie lange wart ihr denn da. Zwei Monate. Einen Monat das Album aufgenommen.
Einen Monat Videos gedreht. Das war mega schön. Wir waren
bei Girona, einem kleinen Dorf. Ein bisschen in eine größeren Stadt. Weil wir Bock hatten
auf ein bisschen mehr Leute. Kleine Spots rausgesucht.
Am geilsten war, auf Eseln zu reiten. Das war ein bisschen Hennings Wunsch. Da spielen wir,
während wir auf Eseln reiten. Auf eine kleine Box habe ich
den Drum-Computer “raufgegaffat”. Ich mache immer alles live.
Der hat halt so große Knöpfe. Während du auf einem Esel sitzt. Dann musst du
diese kleinen Knöpfe drücken. Weil jetzt eine Base-Drum reinkommt. # Jenny, Jenny, Wolkenreiter. # Lächelt einfach immer weiter. # Wie alle Flugbegleiter. # Jenny, Wolkenreiter. # Und nach jeder Landung. # Ist sie
das Lächeln in der Brandung. * Bass-Töne * Ich nehme einfach mal was auf.
Dann kann man damit herumspielen. * Bass-Sound * Bass auf Base-Drum ist ganz gut. Das gibt dem ein bisschen mehr Pump. Okay.
Wir brauchen ein bisschen Feeling. Du kannst so etwas spielen, oder?
– Wo kommt der denn her? So etwas Schönes,
was sich so hoch baut. So James-Blake-mäßig. * Keybord-Töne * Ich glaube,
eine einfache Akkord-Folge reicht. Und dann kann man
da noch Kram drüber machen. Vielleicht so etwas? * Spielt Keyboard-Akkorde * Oder ist zu düster? Ich finde das sehr schön. Der war geil, davor. * Er singt den Akkord nach * * Afrikanische Gesänge
und Akkorde dazu * Yes, Sir. Nice. Welcher war gut?
Oder einfach kompletto? Du kannst den Letzten nehmen. Mir völlig egal. Egal, wo du hinein skipst. Du
wirst auf jeden Fall Gänsehaut haben. Ich mache keine Fehler, Mann. * Akkorde und afrikanische Musik * Da musste noch ein bisschen,
dass das nicht so doll ist. Was meinst du mit “nicht so doll”?
– Der ist jetzt so doll noch vorne. Der muss ein bisschen dumpfer.
Höhen weg. – Ach so, vom Sound her. Ja, Mann. Ich bin ja jetzt dabei. Du bist einfach tierisch lahm. Ich verstehe nicht,
wie er das überhaupt hinbekommen hat. Wie viele Alben habt ihr
gemacht? Drei? – Nein, zwei. 2 Alben erst? Dafür
seid ihr ganz schön erfolgreich. Wir sind eben extrem langsam. Wir hängen auch gerne ab. * Spielt Gitarren-Akkorde. * Was waren das für Akkorde?
– Keine Ahnung. Deine Gitarre
ist aber auch verstimmt. * Er stimmt die Gitarre. * Bist du zufrieden mit deinem Sound?
– Ja. Okay, Sören. Manchmal brauche ich sehr lange,
um Sachen zu finden. Wenn man das Instrument
nicht so richtig spielen kann. Das könnte sich
jetzt um mehrere Stunden handeln. * Afrikanische Musik,
beide suchen Töne dazu. * Ja.
– Geht schon. Wir kriegen ja gleich noch einen
Spezial-Gast, der kann mitmachen. Kann der Gitarre spielen?
– Geht so. Ich glaube,
jetzt passt das hier noch ein. Als Atmo-Sounds. Wann wollen wir denn hier mal? Ich dachte gerade,
das wäre ein Mikro. Aber warum liegt es hier? Für dich. Die haben gesehen,
als du hereingekommen bist. Ich lege hier mal
einen Puder-Pinsel hin. Vielleicht kriegen
die das dann auf die Reihe. So, hallo. Was wollen wir machen? Mikrofon, etwas aufnehmen. Du sollst dir das suchen, hier.
Hallo! Falls sich
irgendwer jemals gefragt hat, warum so selten
AnnenMayKantereit-Alben herauskommen. Die brauchen für alles extrem lange. Hier haben wir den Grund,
der sitzt hier. Sören. Der langsamste Mensch der Welt. Das ist
das kleinste Instrument der Welt. Hörst du was? Das Mikro ist zu leise. * Tür knarrt. * Das ist der Überraschungsgast. Hi, Digger, na, du? Alles gut? – Ja, Mann. Dankeschön. Ich habe schon
wieder Unordnung gemacht. Wo kommst du jetzt her?
– Aus Köln komme ich. Bist jetzt gerade hergefahren?
– Ja. – Krass. Wir haben bis jetzt
noch gar nichts gemacht. Wir haben nur gelabert. Siehst du da,
was wir geschafft haben? * Gelächter * Es fehlen noch drei weitere Spuren. Wir haben einen kleinen Beat gebaut. Und ein bisschen Vocal-Zeug
von den Kiddys aus der Schule. Wir haben eigentlich schon
fast alles in diesem Raum benutzt. Es muss nur noch zusammenpassen. Es muss jetzt nur noch passen.
Da kommst du ins Spiel. Ihr beide macht das viel zusammen.
– Ja. Wir haben unseren Proberaum in Köln. Das sind wir eigentlich
schon fast jeden Tag. Ich bin auch viel zu Hause. Ich habe bei mir
auch ein bisschen so wie hier. Aber auch sehr viel im Proberaum.
– Super. Sollen wir dir mal zeigen,
was wir gemacht haben? Gerne. Ich mache Klar Schiff. Du hast auch frei. Was machst
denn du mit deiner freien Zeit? Ich mache die ganze Zeit Mucke
im Proberaum. Eure Freizeit ist super. Ich war auch eine Woche im Urlaub. Aber sonst eigentlich
die ganze Zeit nur da. Ich weiß nicht, in welcher
Reihenfolge das alles rein kommt. * Gitarren-Akkorde,
afrikanische Gesänge, Beats * Das muss man jetzt
ein bisschen zusammenschmiegen. Da muss jetzt ein Arrangement rein. Hast du noch eine Idee,
was man noch rein machen kann? Vielleicht einen richtigen Beat,
der durch geht. Dass der mal richtig losgeht. Einfach straight. * Sound mit Beat * Ich dachte,
dass man so einen Synthesizer. Der langsam so hochfährt. Und so reinkommt. * Synthesizer-Sound * Willst du das einmal so aufnehmen? Ich fand das schon perfekt so.
– Cool. Wir machen nämlich hier nur One-Take. * Synthesizer und die bisherigen
Sound-Effekte, afrikanische Gesänge * * Es klingt hallig. * Oh, oh, kaum ist er da,
schon im Arsch. Kein Problem,
wir haben vorhin so viel eingespielt. Dass wir noch Luft
für einen Versuch haben. Aber wirklich nur noch einen. * Synthesizer und die bisherigen
Sound-Effekte, afrikanische Gesänge * Nice. Muss man vielleicht
jetzt schon anfangen, ein bisschen rumzuarrangieren.
Dann kriegt man… Orangieren? Beim Arrangieren
muss ich das immer mega oft hören. Von vorne hören, kommt
jetzt schon das rein? Oder nicht? Oder wie machst du das? Ich springe direkt rein,
das nervt mich voll. Philipp ist nämlich auch so. Wenn der hören will,
ob die Bridge funktioniert. Ich checke schon,
dass man das im Kontext hören muss. Aber der hört das immer von vorne. Wir müssen jetzt gemeinschaftlich
anderthalb Minuten warten, bis die Szene noch mal kommt.
Willst du mich verarschen, Alter? Dann immer wieder
eine Kleinigkeit gedreht. Stell dir
vor, du machst Techno, acht Minuten. Mach einfach ab da Claps
auf die 2 und die 4. Dann würde ich die Drums noch mal
kurz rausnehmen, und jetzt wieder rein. Mit dem Bass zusammen. Geil. Nice. Ich würde jetzt noch
fünf Minuten daran herumschrauben. Mache das ein bisschen rund. Und dann können wir das so machen. So, dann wollen wir reinhören. Ja, gerne. Normalerweise war es
immer so, Reaction-Part, dass einer dabei war, beim
Sound-Aufnehmen. Du ja nicht. Du hast aber mitbekommen,
was sie gebaut werden sollte. Dann hat er sich noch
eine halbe Stunde alleine hingesetzt. Und wenn Sören das jetzt verkackt
hat, dann sind wir fertig. Ich bin sehr gespannt.
Leertaste startet dein Ensemble. Ready? – Warte. Ich mag es gerne laut. * Vogelgezwitscher * * Elektronische Musik setzt ein. * * Synthesizer und die
Sound-Effekte, afrikanische Gesänge * * Synthesizer und die
Sound-Effekte, afrikanische Gesänge * * Synthesizer tritt
etwas mehr in den Vordergrund. * * Zupfinstrument kommt dazu. * * Synthesizer und die
Sound-Effekte, afrikanische Gesänge * * Vogelzwitschern * Da gibt es eine Taube,
die macht die ganze Zeit… * Er macht
das Tauben-Geräusch nach. * Geil.
– Schöner Schluss auch. Hintendran habe ich das…
– Mega neu erfunden. Voll atmosphärisch. Das fängt es gut ein, da morgens.
– Das war so ein schönes Setting. Voll geil, dass ihr beide euch
das einrichten konnte. Danke dir für die Einladung. Auch dass du direkt
gerade da unterwegs warst. Warum nehmen wir
nicht einfach Geräusche von da? Besser können wir
an das Zeug nicht drankommen. Das ist mega gut. “Sounds of” ist ja
ein Testballon gewesen. Wir haben jetzt vier Folgen gemacht. Die könnt ihr euch
alle auch noch mal angucken. Das war jetzt sozusagen
die erste Staffel. Ihr könnt in die Kommentare
schreiben, ob ihr das schön fandet. Dann muss Funk sich entscheiden,
ob sie das weiter produzieren wollen. Ohne jetzt den Druck
erhöhen zu wollen. Wir würden
das sehr gerne weitermachen. Denn es gibt da draußen
noch sehr viele Talente. Vielen Dank an euch beide.
Vielen Dank fürs Zugucken. Abonniert das hier gerne. Und schreibt in die Kommentare,
dass es weitergehen soll. Würde mich sehr freuen.
Dann passiert das auch. Ja, fertig. Feierabend.
Können wir noch ein Bier trinken. Yes. Nice. Ihr könnt euch jetzt noch andere
Folgen von “Sounds of” angucken. Es gibt einiges in der Ecke noch so. Da wo Severin drauf zeigt.
Und daneben, eventuell. Da gibt es noch andere Folgen.
Zum Beispiel mit Josi oder mit Nisse. Dann mach doch einfach danach,
was ihr wollt. Ich würde euch empfehlen, ein
Video von Harald Lesch anzugucken.

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